6. Ist es vertretbar, rein olympiabedingte Kosten für die Spiele aus dem Berliner Haushalt mitzufinanzieren?

[1]Institute for Government (2013): Making the Games -
What government can learn from London 2012 (Evaluation einschl, Kostenentwicklung, englisch).
http://www.instituteforgovernment.org...
07. Okt 2014 von Redaktion_01

[2]Online-Umfrage zu den Ideen des Senats für ein Berliner Olympiakonzept
https://www.berlin.de/spiele-in-berli...
09. Okt 2014 von gigaralle

Statistiken

grundsätzlich nein
181
eher nein
58
offen
19
eher ja
84
grundsätzlich ja
37
Stimmen insgesamt380
Pro Argumente7
Contra Argumente22
Erstellt am01.10.14 12:53
Aktualisiert am16.02.17 18:30
Argumentbarometer4.9 contra
Konfliktpotential 39,2%
Demokratisch dafür31,8%
Demokrat. dagegen63,2%

Meinungsbarometer

380 Stimmen
Gesamtmeinung  

Contra +

+ Pro

Nein
Berlin ist sowieso schon extrem klamm, wenn man schaut, wie die Verkehrssituation ist, der ÖPNV kracht an allen Ecken und Enden, die Straßen sind marode und wir haben nicht mal genug Geld eine Handvoll Asylbewerber ordentlich zu verpflegen, da will man das Geld, was eh nicht da ist auch noch ausländischen Konzernen in den Rechen werfen?
sputnik1969 vor 3 Jahren
4,2 Ø (30)
1
Eine Verhöhnung der Bürger
Wer in Berlin einen Pass beantragt, muss wochenlang auf einen Termin beim Bürgeramt warten, dann über marode Strassen dorthinrumpeln, um einen Pass zu einer Wuchergebühr zu erstehen. Überall wird die Stadt kaputt gespart, nachdem uns die CDU mit dem LBB-Skandal zu dem sowieso schon großen Schuldenberg noch weitere milliardenschwere Schuldenlöcher präsentierte. Für nichts ist Geld da - nur für Olympia werden urplötzlich wieder die Spendierhosen angezogen, Geld spielt keine Rolle.
anonym vor 3 Jahren
4,4 Ø (37)
4
Mangel an Sportstadien?
Mir sind viele Gebiete bekannt, auf denen öffentliche Investitionen wünschenswert wären. Über problematische Sportarenen jedoch habe ich noch nie etwas gehört. Ziemlich offensichtlich, dass da jetzt schnell einmal ein Bedarf behauptet wird, den es nicht gibt. Wäre es nicht sinnvoller, Schulen zu renovieren und Straßenbahnstrecken zu bauen?
michael.fink.5817 vor 3 Jahren
4,0 Ø (22)
5
No way
Berlin hat einen erheblichen Investitionsstau. Man sehe nur die sanierungsbedürftigen Straßen und Brücken, die extrem maroden Schulgebäude, die miserabel bezahlten Sozialarbeiter, die immer mehr zurückgefahrenen Leistungen der Behörden (Bürgerämter, Jugendämter etc.). Ganz zu schweigen von der Verschuldung, die Olympia nach sich ziehen würde - und das Flughafendesaster schwebt noch zusätzlich wie ein Damoklesschwert über dem Haushalt - sprich den Steuerzahlern.
gatodediscussao vor 3 Jahren
4,3 Ø (23)
6
Nein
Das funktioniert nicht.
Hardy vor 3 Jahren
3 Ø (10)
7
Nein,
es sollen die Zahlen, die profitieren. Hotelketten, Einzelhandelskonzerne und millionenschwere Spitzensport- Vereine. Wenn die das Geld nicht aufbringen, gibts kein Olympia in Berlin.
anonym vor 3 Jahren
4,2 Ø (17)
9
Nein
Rein olympiabedingte Kosten sollten sich aus der Veranstaltung selbst refinanzieren (Sponsoring, TV-Lizenzen, Tickets..). Ich finde die Frage aber auch falsch, denn so ist es ja nicht. Das Organisationsbudget Olympischer Spiele wird refinanziert ohne öffentliche Mittel, dafür aber mit einem enormen Zuschuss durch das IOC, das wiederum hohe Einnahmen aus den genannten Quellen hat. Londons Organisationsbudget hat am Ende mit einer kleinen schwarzen Null abgeschlossen. Man sollte konkreter fragen..
triplejump vor 3 Jahren
4,8 Ø (16)
10
Event oder institutionelle, strukturelle Aufgabe?
Olympia ist als Großevent ein außerordentliches Ereignis. Als dieses könnten im Haushaltsplan zusätzliche Mittel bereitgestellt werden. Eine Refinanzierung aus den laufenden Ausgaben, also eine Kürzung der bereitgestellten Mittel für Bildung, Gesundheit, Breitensport, Kultur und Co. wäre kriminell. Woher diese Mittel kommen sollen, müsste allerdings IM VORFELD offengelegt und mit der Einwohnerschaft diskutiert werden. Und zwar inklusive eines finanziellen Puffers für spätere Verteuerung...
anonym vor 3 Jahren
4,4 Ø (16)
11
Dem kann ich nur zustimmen!
Wenn wir Wohnungen, bessere Sportstätten oder Verkehrswege brauchen dann sollten wir dies mit unseren Fähigkeiten und Bedürfnissen in Einklang bringen und durchführen. Es spart Millionen an Bestechungsgeldern. Wenn Firmen das innerhalb ihres Werbeetats durchführen möchten, bitte sehr. Aber nicht aus Mitteln des Steuerzahlers.
Polymer vor 3 Jahren
4,2 Ø (15)
13
unterstützt
9
IHK und Berliner Wirtschaft sollen bezahlen
Die IHK und Wirtschaft möchte vor allem die Olympiade, denn in erster Linie werden die Baufirmen (wie am BER) und Hotels/Restaurants profitieren. Warum zahlen sie dann nicht auch dafür? Oder übernehmen z.B. 50% der ENDKOSTEN (nicht der geschätzten Kosten). Was meint ihr, wie schnell Olympia weg ist vom Fenster!
geldverschwendung.stopp vor 3 Jahren
3,4 Ø (10)
14
Wo liegt der Bedarf?
Diese Stadt spart bei den Bedürfnissen der Bürger ohne Ende. Wenn in Infrastruktur, Schulen etc. investiert werden muss geht das auch ohne Olympia, wie gesagt, es braucht nur den politischen Willen. Olympiabedingte Kosten heisst ja im Wesentlichen Bestechungsgeld fürs IOC.
Lupsteiner vor 3 Jahren
3,6 Ø (11)
1

Kommentare

Da kennt sich wohl jemand in den Termini nicht wirklich aus....
Olympiabedingete Kosten sind alle Kosten, die mit der Organisation und Durchführung der Olympischen Spiele direkt in Verbindung stehen.
Bestechungsgelder habe ich da noch nie gesehen....
14. Okt 2014 13:56 Uhr von marjio
15
Wer sollen denn die "Vielen" sein?
Die Hauptkosten bleiben an der Stadt Berlin hängen, und zwar ohne Gegeneinnahmen. Die Zusatzeinnahmen über die Touristen + etc. verbleiben bei den Hotelbetreibern und im Einzelhandel. Davon profitiert die Stadt kaum, da diese Herrschaften beim Steuertricksen und Ausbeutung Ihrer Angestellten olympische Spitze sind.
anonym vor 3 Jahren
3,8 Ø (10)
17
gegen
2
keine Cent öffentliche Gelder für Olympia
Bei den Olympischen Spielen handelt es sich mittlerweile beinahe um eine reine Kommerzveranstaltung, die mit eigentlichen Idee dieser Spiele in keinem Zusammenhang mehr steht. Falls es realisierbar wäre würde das IOC vielleicht Roboter anstatt Sportler antreten lassen, weil diese ggf. günstiger wären.
Wer weiß ... vielleicht geht es so weit wie im Privatfernsehen, das Inhalte teilweise nur noch als Werbeumfeld produziert ("Sportereignisse produziert für das IOC").
anonym vor 3 Jahren
3,4 Ø (7)
18
kein EUR öffentlicher Gelder für Olympische Spiele
Bei den Olympischen Spielen handelt es sich mittlerweile beinahe um eine reine Kommerzveranstaltung, die mit eigentlichen Idee dieser Spiele in keinem Zusammenhang mehr steht. Falls es realisierbar wäre würde das IOC vielleicht Roboter anstatt Sportler antreten lassen, weil diese ggf. günstiger sein könnten.
Wer weiß ... vielleicht geht es so weit wie im Privatfernsehen, das Inhalte teilweise nur noch als Werbeumfeld produziert ("Sportereignisse produziert für das IOC").
anonym vor 3 Jahren
3,4 Ø (7)
19
kein EUR öffentlicher Gelder für Olympische Spiele
Bei den Olympischen Spielen handelt es sich mittlerweile beinahe um eine reine Kommerzveranstaltung, die mit eigentlichen Idee dieser Spiele in keinem Zusammenhang mehr steht. Falls es realisierbar wäre würde das IOC vielleicht Roboter anstatt Sportler antreten lassen, weil diese ggf. günstiger wären.
Wer weiß ... vielleicht geht es so weit wie im Privatfernsehen, das Inhalte teilweise nur noch als Werbeumfeld produziert ("Sportereignisse produziert vom IOC für die Sponsoren").
anonym vor 3 Jahren
3,3 Ø (7)
20
Kein Geld für Fahrradwege
Die Gefahr der Belastung der öffentlichen Haushalte ist zu gross, andere Ausgaben werden nicht getätigt. Das Fahrradfahren zum Beispiel wird in Berlin immer gefährlicher, weil die Stadt dem steigenden Bedarf nach Fahrradwegen nicht nachkommt. Fahrradfahren ist gesund und verbraucht keine Energie.
Fellini vor 3 Jahren
3,2 Ø (6)
23
erst wenn alle öffentlichen Aufgaben erfüllt sind
ganz nach dem früheren System von Z- und A-Teil im Haushalt. Erst wenn die Pflichtaufgaben erfüllt sind (Z), darf Geld für "die Kür" (A) ausgegeben werden. Und ich wüsste da eine Menge Pflichten...
anonym vor 3 Jahren
3,2 Ø (5)
24
Nein
Noch nie haben olympische Spiele an irgendeinem Ort Wirtschaft, Kultur und Umwelt nachhaltig gestärkt. Kurzzeitig während der Veranstaltungen sind die Einnahmen sicherlich immens, die Ausgaben auf der anderen Seite aber auch. Und am Ende bleibt nichts hängen - das haben nun schon reichlich austragende Städte deutlich gemacht.
Berlin hat genug Baustellen - und das auch im übertragenen Sinne: ein monströses Haushaltsdefizit, Wohnungsmangel, explodierende Mietkosten, marode Schulen und Kitas.
timo.hermann vor 2 Jahren, 12 Monaten
3,7 Ø (6)
25
KEIN GELD...
...für nichts in der Stadt. Weder Schulen, Pflege, Strassen oder Begleitgrün, Parks usw. FOLGLICH. Keine Spiele!!
egonthebloke vor 2 Jahren, 11 Monaten
2,3 Ø (3)
26
Was ist mit den Gewinnen?
Warum soll das Land für etwas zahlen, was laut Zielsetzung des IOC einen Gewinn erwirtschaften soll und wird? Selbst wenn das Land in Vorleistung tritt hat es ja keinen Anspruch auf diesen Gewinn. Hier werden doch die Vorzeichen total vertauscht.
anonym vor 2 Jahren, 10 Monaten
5 Ø (2)
27
Alternativvorschlag
Es wäre für die Berliner Steuerzahler günstiger und angenehmer, wenn einfach jeder Berliner 500 Euro an Thomas Bach und andere IOC-Funktionäre überweisen würde und diese uns dafür von Olympia, Investitionsruinen, Verkehrschaos und Polizeistaat verschonen würden.
urmelistic2 vor 2 Jahren, 8 Monaten
5 Ø (1)
28
NEU
Kosten - da wird viel gelogen und betrogen werden
anonym vor 2 Jahren, 7 Monaten
0 Ø (0)
29
NEU
+ Neues Contraargument hinzufügen
Selbstverständlich ...
Erstens: Olympische Spiele bringen Geld in die Stadt. das sonst nicht kommen würde, weil sie von vielen finanziert werden, denn es ist eine deutsche Bewerbung. Die Annahme, dass die vielen Millionen, die in Sport- und Verkehrsinfrastruktur investiert werden, auch ohne Olympia kommen ist ebenso blauäugig wie jene, dass das Geld sonst bei der Verpflegung von Asylbewerbern oder im Straßenbau fehlt.
dennis.buchner vor 3 Jahren
3,0 Ø (29)
1

Kommentare

Ich stimme Ihnen vollkommen zu. Aber die Diskussion, was davon aus Haushaltsmitteln kommen muss und darf, erhellen Sie so nicht. Bitte äußern Sie sich auch zur Schuldenbremse!
11. Okt 2014 10:17 Uhr von triplejump
2
Zweitens
Berlin boomt und lebt heute ganz wesentlich vom Tourismus und Kongressgeschäft. Olympia in Berlin würde die Stadt über weitere 10-14 Jahre präsent in den Medien und den Köpfen halten und dafür sorgen, dass dieser Boom weitergeht.
dennis.buchner vor 3 Jahren
3,0 Ø (29)
3
Hellseherische Fähigkeiten
Es ist verblüffend zu sehen, dass jetzt schon von einer Neuverschuldung durch Olympia gesprochen wird, obwohl sich Berlin noch gar nicht beworben hat....
marjio vor 3 Jahren
2,6 Ø (14)
8
gegen
6
Na klar
Wenn man von den kommerziellen Olympischen Spielen abrücken will, dann muß die Gesellschaft und die Sportwelt Kosten übernehmen. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Ein bedeutender Teil der Einnahmen sollten dann wieder an die Stadt zurückfließen.
topol vor 3 Jahren
2,8 Ø (10)
12
Ja, das macht auch Sinn
Wenn nachhaltig gebaut und gewirtschaftet wurde, wird Berlin wegen der Nachnutzung viel davon haben.
Dennoch ist das dann eher eine gesamtdeutsche Aufgabe.
Mic vor 3 Jahren
3,3 Ø (9)
16
Das ginge nicht anders
Wenn Berlin die Spiele will, sollte es diese auch bezahlen und nicht den Bund um Hilfe bitten. Das wäre sonst inkonsequent.
Brunnenviertel vor 3 Jahren
2 Ø (4)
21
Da kann ich nur zustimmen
Halte das auch eher für Bundes-Aufgabe.
Anita_Herrmann vor 3 Jahren
3,5 Ø (4)
22
unterstützt
16
+ Neues Proargument hinzufügen